• Zielgruppen
  • Suche
 

Modellprojekt Berufsfachschule für Sozialpflege mit dem Schwerpunkt Sozialethik

Leitung:Dr. G. Ratschinski
Bearbeitung:Dr. G. Ratschinski & Nelly Simonov
Laufzeit:Juli 2001 bis Juli 2002
Förderung durch:Hans-Lilie-Stiftung
Bild Modellprojekt Berufsfachschule für Sozialpflege mit dem Schwerpunkt Sozialethik

Im Schuljahr 2001/2002 wurde je eine Klasse aus zwei Berufsfachschulen für Sozialpflege mit insgesamt 37 Schülerinnen und 3 Schülern wiederholt untersucht, um Unterrichtseffekte auf Berufsorientierung, Kompetenzvermittlung, Berufsethische Wertorientierung und Stressresistenz zu erfassen.
Insgesamt kamen bei der Ergebnisermittlung stärker Selektionseffekte bei der Wahl dieser Schulform zum Tragen als Sozialisationseffekte durch den Unterricht. Die ausgeprägte berufliche Interessenstruktur der Schülerinnen mit deutlicher Bevorzugung sozialer Tätigkeiten und die Entscheidungssicherheit über die berufliche Zukunft haben sich im  Schuljahr bestätigt. Selbstkompetenz und moralische Kompetenz wurden in diesem Schuljahr nicht nachweisbar erhöht. Das überdurchschnittliche Niveau sozialer Selbstwirksamkeit ist erhalten geblieben und ebenso das vergleichsweise hohe Niveau moralischen Argumentierens, auch wenn Erfassungsprobleme der moralischen Urteile die Ergebnisinterpretation erschweren. Der erwartete Zusammenhang zwischen Vermittlung religiöser Inhalte und Empathie konnte nicht festgestellt werden.
Positiv verändert haben sich allerdings direkt auf die Berufstätigkeit bezogene Einstellungen und Haltungen. Zwar hat der pauschale Idealismus abgenommen, aber berufliche Stress-Situationen werden gegen Ende des Schuljahres stärker als Herausforderung empfunden und die Frustrationstoleranz ist (tendenziell) erhöht.

 

Übersicht