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Lernort Betrieb 4.0

Leitung:Prof. Dr. Rita Meyer / Dr. Maren Baumhauer
Bearbeitung:Britta Beutnagel M.A.
Laufzeit:01.02.2018 - 31.01.2020
Förderung durch:Hans-Böckler-Stiftung (Düsseldorf)
Bild Lernort Betrieb 4.0

1. Kontext

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist, empirische Erkenntnisse über die Auswirkungen der Digitalisierung auf branchen- und betriebsübergreifend verzahnte berufliche Arbeit zu generieren.

Dazu werden sowohl Großbetriebe als auch kleine und mittlere Unternehmen untersucht, die innerhalb von Industrieparks der chemischen Industrie durch Arbeitsprozess- und Wertschöpfungsketten miteinander verbunden sind.

Auf der Organisationsebene werden durch die Digitalisierung angestoßene Prozesse der Organisationsentwicklung, v. a. die Entwicklung betrieblicher und überbetrieblicher Qualifizierungsbedarfe und -strategien in den Blick genommen sowie Herausforderungen für die betriebliche Mitbestimmung analysiert.

Auf der Subjektebene werden die damit verbundenen beruflichen Orientierungen sowie Entwicklungs- und Partizipationsmöglichkeiten von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern untersucht.

2. Fragestellung

Auf der Ebene der Organisation fragt das Projekt nach den Strategien, die Betriebe innerhalb von Industrieparks entwickeln, um den Anforderungen an digitale Arbeitsbedingungen gerecht werden zu können.

In diesem Zusammenhang werden Chancen und Hindernisse seitens der Betriebe und Betriebsräte für die Weiterentwicklung der Organisation im Allgemeinen - und für die Beziehung von Belegschaft und Führung im Speziellen - untersucht.

Auf der Ebene der Subjekte fragt das Projekt nach neuen betrieblichen Lernanforderungen, mit denen sich industrielle Fachkräfte im Kontext der Digitalisierung konfrontiert sehen. Darüber hinaus wird analysiert, inwieweit die betrieblichen Qualifizierungsbedarfe mit steigenden subjektiven Orientierungsanforderungen und damit verbundenen Unterstützungsbedarfen einhergehen. Auch fragt das Projekt, inwiefern informelle und implizite Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten jenseits institutionalisierter Lernangebote realisiert werden.

3. Untersuchungsmethoden

In dem Projekt werden qualitative Betriebsfallstudien durchgeführt.

Im Rahmen einer Sektoranalyse werden zunächst Kriterien definiert, nach denen die Industrieparks und die darin ansässigen Branchen, die Fallbetriebe sowie die Berufs- und Beschäftigtengruppen ausgewählt werden.

Die Datenerhebung auf der Organisationsebene erfolgt mit der Methode leitfadengestützter Experteninterviews. Befragt werden Vertreterinnen und Vertreter der betrieblichen Mitbestimmung sowie der Managementebenen (z. B. Personalabteilungen, Bereichs- und Abteilungsleitungen) innerhalb der ausgewählten Fallbetriebe.

Auf der Subjektebene werden problemzentrierte Interviews mit Beschäftigten in klassischen dualen Ausbildungsberufen, mit dual Studierenden sowie mit Inhaberinnen und Inhabern beruflicher Aufstiegsfortbildungen durchgeführt.

Übersicht