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Wissenschaftliche Begleitung des Modellversuchs „Kooperative Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften und Auszubildenden“ (MV-KoALA)

Leitung:Prof. Dr. K. Rütters
Bearbeitung:M. Scholz (Dipl. Berufspäd.)
Laufzeit:2005
Förderung durch:Bundesministerium für Bildung und Forschung, Land Niedersachsen, Land Berlin

Die zunehmende Komplexität der beruflichen Arbeitsprozesse, sowie der beschleunigte technologische Wandel erfordern immer anspruchsvollere Qualifikationen der Arbeitnehmer, die die Entwicklung neuer Formen der beruflichen Aus- und Weiterbildung notwendig machen. In der beruflichen Erstausbildung wird dies an dem didaktischen Konzept der Lernfeldorientierung deutlich, welches auf Handlungs- und Projektorientierung angelegt ist, sowie dem ganzheitlichen Lernen.
Die konsequente Umsetzung des Lernfeldkonzeptes bei gleichzeitigem ständigen technologischen Wandel führt zu einem stetigen Weiterbildungsbedarf der Lehrkräfte, der nicht mehr nur durch konventionelle Formen der Weiterbildung gedeckt werden kann, sondern durch orts- und zeit- ungebundene Formen ergänzt werden muss.
Aus diesem Grund ist das Ziel dieses Modellversuchs, ein Konzept zu netzunterstützten kooperativen Formen des Lehrens und Lernens für eine dauerhafte Qualifikation von Lehrkräften und Auszubildenden zu entwickeln. Als primäre Zielgruppen des Modellversuchs KoALA gelten Lernende und Lehrende aus den Berufsfeldern Elektrotechnik, Informatik und Metalltechnik.
Die wissenschaftliche Begleitung im Modellversuch KoALA
Die wissenschaftliche Begleitung versteht sich sowohl als evaluierende, die Erfolgskontrolle durchführende, dokumentierende, Empfehlungen gestaltende, als auch als beratende und unterstützende Instanz.
Das Forschungsinteresse liegt in der Klärung der Wirksamkeit der unterschiedlichen Kooperationsebenen und -formen. Besonders geeignete Unterrichtsmethoden (in denen diese kooperativen Prozesse auftreten), bzw. netzbasierte Umsetzungsformen auf der Lehr-/Lernplattform werden im Verlauf des Modellversuchs identifiziert, evaluiert und in ein didaktisch-methodisches Gesamtkonzept eingearbeitet.
Methodologisch konzentriert sich die Arbeit der wissenschaftlichen Begleitung vor allem auf die Formative und Summative Evaluation.
Formative Evaluation
Die formative Evaluation dient der unmittelbaren und entwicklungsbegleitenden Optimierung des Modellversuchs. Im Vordergrund der Evaluation stehen die Prozesse:
Erstellung von Lerneinheiten
Einsatz der Lerneinheiten im Unterricht
Einsatz des Wissensnetzwerkes und Kooperation der Lehrkräfte
Dazu werden Daten zur Akzeptanz, Brauchbarkeit und zu Optimierungsmöglichkeiten der Prozesse erhoben.
Summative Evaluation (Datenerhebung)
Die Datenerhebung erfolgt im wesentlichen in Form der Auswertung der ILIAS Logfiles von Online-Befragungen sowie durch Expertengespräche zu den Schwerpunkten:
Einsatzmöglichkeiten der Lehr-/Lernplattform in Bezug auf die Erprobung unterschiedlicher Unterrichtseinheiten und den Einsatz und die Optimierung von Lerneinheiten.
Ergebnisse des mit unterschiedlichen Lerngruppen durchgeführten Unterrichts mit netzbasierten Unterrichtselementen.

Veröffentlichungen:
Rütters, K.; Scholz, M:
Kooperatives Lernen im Modellversuch KoALA. (zusammen mit B. Wagner, W. Möller und L. Otten) Manuskriptdruck. Universität Hannover: Learning Lab Lower Saxony 2003 (www.learninglab.de/koala/docs/bericht2/KoALA-Kooperatives_Lernen.pdf)

Scholz, M:
Konzeptentwurf des Modellversuchs KoALA. Kooperative Ausbildung von Lehrkräften und Auszubildenden (zusammen mit L. Otten). Manuskriptdruck. Universität Hannover: Learning Lab Lower Saxony 2003
(www.learninglab.de/koala/docs/KoALA-Konzept-28-08-2003.pdf)

weitere Informationen unter: www.learninglab.de/koala/niedersachsen/begleitung.html

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