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Promotionen von Prof. Dr. Steffi Robak

Laufende Promotionen

M.A. Jennifer Seifert
Konstruktion von Geschlecht durch Lehramtsstudierende in der Migrationsgesellschaft (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

Im Rahmen intersektioneller Benachteiligungen sind Geschlecht und Migrationserfahrungen von
besonderem Interesse. Vor allem die kulturelle Differenzlinie rückt in den Blick, wenn es um die
Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern geht. Die zunehmenden Migrationsbewegungen
innerhalb der Bundesrepublik und nicht zuletzt der vermehrte Zuzug von Geflüchteten, schaffen
eine weitaus heterogenere Gruppe von Schülerinnen und Schülern als dies bereits in den letzten
Jahren der Fall war. Dies stellt Lehrerinnen und Lehrer vor neuartige Herausforderungen im
Klassenraum. Die Universität als Ort der LehrerInnenbildung kann hier einen entscheidenen
Beitrag zur Bewältigung diversitätsbegründeter Lehrherausforderungen leisten.
Das Promotionsvorhaben ist im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ angesiedelt und
beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Diversitätssensibilität in der inklusiven Schule und
Ausbildung von Reflexiver Handlungsfähigkeit in der Lehrerbildung. Der Fokus liegt hierbei auf der
Differenzlinie Gender. Durch eine sowohl qualitative als auch quantitative Herangehensweise
sollen die Konstruktionen von Geschlecht seitens der angehenden Lehrkräfte in Bezug auf eine
Migrationsgesellschaft in den Blick genommen werden.

 

M.A. Linda Sterzik
Wertschätzung von Hybridität im transkulturellen Raum (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

Die Pluralisierung der Gesellschaft trat nicht erst mit der Arbeitsmigration in den 1960er Jahren in
der Bundesrepublik auf, doch stellen nicht zuletzt aktuelle Migrations- und Fluchtbewegungen die
Gesellschaft vor verschiedene Herausforderungen, etwa im Bildungsbereich.Vor diesem
Hintergrund ist eine diversitätssensible Lehrerbildung von Bedeutung, die unter anderem die
Differenzlinie Kultur fokussiert. Die zunehmende Heterogenität der Schülerschaft birgt neuartige
Herausforderungen für (angehende) Lehrerinnen und Lehrer, wobei zur Bewältigung dieser die
Universität mit speziellen Angeboten neben der fachlichen und didaktischen Ausbildung beitragen
kann.
Das Promotionsvorhaben ist im Rahmen der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ angesiedelt und
beschäftigt sich mit dem Themenkomplex Diversitätssensibilität in der inklusiven Schule und
Ausbildung von Reflexiver Handlungsfähigkeit in der Lehrerbildung. Der Fokus liegt auf der
Differenzlinie Inter-/Transkulturalität, wobei die Frage nach dem Kulturbegriff bzw. Verständnis von
Kultur bei Studierenden des Lehramts im Mittelpunkt steht. Anhand qualitativer Verfahren soll ein
Überblick über die herrschenden Vorstellungen der Studierenden von subjektiver kultureller
Zugehörigkeit und kultureller Zugehörigkeit der Anderen gewonnen werden. Weiter ist die Ebene
der Handlungspraxis zentral.

 

Dipl. päd. Christine Piehl
Bildungsungleichheit in Tansania am Beispiel des Hochschulzuganges mit Fokus auf Armut und Geschlecht
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

Der Zugang zur Schul- sowie Hochschulbildung ist in den letzten Jahren stark ausgebaut worden durch die tansanische Regierung. Daraufhin ist die Zahl von Studierenden sowie Schülerinnen und Schülern stark angestiegen. Der massive Ausbau des Bildungssystems hat jedoch die bereits bestehenden Probleme, wie großer Mangel an Lehrmaterialien und qualifizierten Lehrkräften nur noch verstärkt. Diese Problemstellungen sind in öffentlichen Schulen stark verbreitet, wodurch insbesondere Kinder mit einem niedrigen sozioökonomischen Status von schlechten Schulleistungen und hohen Schulabbruchquoten betroffen sind.

Überdies sind speziell Mädchen und junge Frauen im Bildungssystem stark benachteiligt, so  werden sie häufig Opfer von  sexueller Belästigung oder Gewalt. Weiterhin sind auch traditionelle geschlechterstereotype Vorstellungen bei den Lehrkräften vielfach anzutreffen.

Das Ziel des Dissertationsvorhabens ist es zu untersuchen, wie sich der Hochschulzugang für weibliche Studierende und Personen aus armen Familien gestaltet und welchen  Einfluss die Lernumgebung in öffentlichen bzw. privaten Bildungseinrichtungen ausübt. Weiterhin ist von Interesse welche bildungspolitischen Maßnahmen von der tansanischen Regierung unternommen werden um die Bildungsungleichheit zu reduzieren und wie wirkungsvoll diese umgesetzt werden.

 

Hala Abdulhafiz
Wirkungen von Lebenskompetenz-Trainings für die Integrationsförderung von Einwanderern
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

In der empirischen Arbeit geht es um folgende Fragen: 1) Inwieweit sind die Kompetenzen, die in den Integrationskursen laut Curriculum behandelt werden sollen und die für eine positive Beziehung zwischen den Migrant/inn/en und der Aufnahmegesellschaft hilfreich sind („Lebenskompetenzen“), in den Aussagen über die Erfahrungen von Teilnehmenden dieser Integrationskurse wieder zu finden? 2) Was für eine Rolle spielen diese Kompetenzen in ihrem Alltagsleben? Die zu analysierenden Daten sollen in qualitativen Interviews erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet werden. Potentielle Befragte sind syrische Migrant/inn/en, die die Grundstufe (B1) der deutschen Sprache in den Bereichen Lesen und Schreiben erreicht haben.

 

M.A. Maria Stimm
Wissenschaft in zehn Minuten. Eine ethnografische Erkundung pädagogischer Lernanlässe zwischen Wissen und Event.
Betreuung durch Prof. Dr. Wolfgang Nieke, Prof. Dr. Steffi Robak

Die Wissenschaften erschöpfen sich längst nicht mehr in Kolonien von Elfenbeintürmen, sondern sie werden immer intensiver zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen herangezogen und gewinnen somit sukzessive an Einfluss auf die alltägliche Lebenspraxis, so dass sich die Wissenschaftskommunikation differenziert auf verschiedene Diskursgemeinschaften einstellen muss. Als Illustration für den Wandel der wissenschaftlichen Kommunikationskultur wird der Science Slam, ein wettbewerbsorientiertes Veranstaltungskonzept, bei dem eigene Forschungsergebnisse in knapper Zeit aufmerksamkeitsfördernd präsentiert werden, aus einer Reihe von wissenschaftlichen Programmen herausgegriffen, da mit dem Wissenstransfers aus der Forschung hinein in die Öffentlichkeit eine Plattform geschaffen wird, aus zugeschriebenen Kontexten heraus verlagerte Wissenschaften attraktiv zu vermitteln und indirekt Bildungsprozesse in Gang zu setzten. In dem Dissertationsprojekt wird die Transformation von Wissen sowie Wissensbeständen hinterfragt, um die Wissenspotentiale und Lernanlässe des Science Slams zu erschließen und eine Übersetzungsfunktion innerhalb des Lehr-Lernkontextes abzuleiten. Es wird beleuchtet, inwieweit der Science Slam als eine Form der Wissenschaftskommunikation eine Verbindung zwischen dem Wissenschaftssystem und dem Event herstellt, so dass letztendlich lernförderliche Effekte von wissenschaftlichen Events herausgearbeitet werden. Pädagogische Realität wird somit ausgedehnt auf einen innovativen Bereich, dessen Erschließung es auch ermöglicht, einen Diskurs um Wissen im Bereich der Erwachsenenbildung/Weiterbildung neu zu benennen und Konzepte des Wissenserwerbs sowie der -vermittlung zu verorten. Da im Zentrum der Arbeit die empirische Untersuchung des ausgewählten Konzeptes Science Slam selbst steht, wird dieses in der Perspektivverschränkung analysiert. Das methodische Vorgehen konzentriert sich neben einer ethnografischen Betrachtung der Veranstaltung anhand festgeschriebener Einheiten auf die subjektiven Deutungen der an den Science Slam-Veranstaltungen beteiligten Akteure (Organisator/in, Slammer/innen, Teilnehmer/innen), die mittels Interviews erhoben werden. Zusammenfassend ergeben sich dadurch insgesamt differentielle Ebenen der Betrachtung, die die Wechselwirkungen und Beziehungskonstellationen sichtbar machen. Die angestrebte Herausarbeitung der Wissenspotentiale erlaubt es erst mit der Entschlüsselung aller am Prozess beteiligten Ebenen das inhärente Konstrukt der Lernkultur zu fassen. Durch die Verschränkung der verschiedenen Perspektiven, der wirkenden Atmosphäre zwischen den Akteuren in einem Raum, sollen demnach Erkenntnisse generiert werden, die es erlauben, den Science Slam als neues Forschungsfeld in seiner Vielschichtigkeit zu erfassen und als Format Beigeordneter Bildung einer Institution zu charakterisieren, so dass die Tiefenstruktur dieser pädagogischen Realität beschrieben wird.

 

M.A. Lena Heidemann
Konstellationen der Bildungspartizipation (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

 

Chen Zeng
Interkulturelle Kommunikation aus chinesischer Perspektive. Eine empirische Untersuchung unter chinesischen Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

 

Abgeschlossene Promotionen

M.A. Claudia Pohlmann
Angebotsentwicklung im Spannungsfeld politischer, pädagogischer und ökonomischer Bezugshorizonte am Beispiel von Bildungsurlaub (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak, Prof. Dr. Wiltrud Gieseke

 

 

 

Laufende Habilitationen

Dr. Clinton Enoch
Theorie der Beratung im Lebenslauf. Eine komparatische Analyse zur Bildungsdimension unterschiedlicher personenbezogener Beratungsformate (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

Die Habilitationsstudie widmet sich der Fragestellung nach der Bildungsdimension unterschiedlicher personenbezogener Beratungsformate angesichts des bildungspolitischen Anspruchs Beratung als lebenslaufbezogene Kategorie stärker zu verankern. Daraus resultieren zwei aufeinander aufbauende Umsetzungsanforderungen an die Studie: Erstens wird eine bildungswissenschaftlich fundierte Beratungsforschung systematisch entwickelt, die vornehmlich auf interdisziplinäre Beratungsdiskurse sowie der Diskussion zur Beratung im Bildungsdiskurs zurückgreift. Das Ziel dieses ersten Schrittes ist es eine theoretische Klärung der Scheidelinie zwischen Beratungs- und Bildungstheorie zu erreichen. Zweitens wird eine komparatistische Mikroanalyse verschiedener Beratungsformate unternommen, um genauer den Lebenslaufbezug und die inhärente Bildungsdimension der verglichenen Formate zu erfassen; dazu sollen qualitative Mehrebenenanalysen in Form von Fallanalysen umgesetzt werden. Die Studie verbindet eine grundlagentheoretische erziehungswissenschaftliche Fragestellung mit einer empirischen Analyse der Ausdifferenzierung von personenbezogener Beratung in der funktional-differenzierten Moderne. 

 

Dr. Isabel Sievers
Transmigration und Bildung. Länder- und kulturübergreifende Signaturen hochqualifizierter Transmigranten (Habil)
Betreuung durch Prof. Dr. Steffi Robak

Trotz eines immer wieder postulierten Fachkräftemangels denken viele bildungserfolgreiche Migranten (mit Abitur und abgeschlossenem Studium) über einen Umzug in das Land ihrer Vorfahren nach, in dem ihre Fertigkeiten ihnen eine erfolgsversprechende Karriere ermöglichen. Sie wandern teilweise nicht „zurück“, sondern „aus“, denn die meisten sind in Deutschland geboren oder haben den Großteil ihres Lebens in Deutschland verbracht. Das Projekt nimmt diese hochqualifizierten Personen, die heute in der Türkei, in Polen und in Russland leben und arbeiten, genauer in den Blick. Da sie weiterhin starke Bindungen nach Deutschland beibehalten, ihr Migrationsprozess oft noch nicht abgeschlossen ist und sie sich in sogenannten transnationalen Sozialräumen bewegen, lässt sich bei dieser Gruppe von bildungserfolgreichen Transmigranten sprechen. Transmigration bezeichnet hier einen Modus, in dem die Betroffenen selbst den Wanderungsprozess unabgeschlossen halten, denn Transmigration zeichnet sich dadurch aus, dass der Wechsel zwischen verschiedenen Lebensorten in unterschiedlichen Ländern kein einmaliger Vorgang ist, sondern zu einem Normalzustand wird. Im Kontext von Globalisierungsprozessen sind die hier betrachteten bildungserfolgreichen Transmigranten mit ihren durch die doppelte oder mehrfache Migrationserfahrung erworbenen Kompetenzen ein Beispiel für gelebte Transmigration.
Dem Projekt geht eine explorative Studie zu den Bildungs- und Berufsbiographien bei deutsch-türkischen Transmigranten voraus, die den heuristischen Rahmen für die vorliegende Studie liefert. Ziel des Projekts ist, die in dieser Vorstudie bisher nur explorativ gewonnenen und unzusammenhängenden Merkmale des Lebens als Transmigranten in einer Tiefenstruktur als zentrale Signaturen hochqualifizierter Transmigranten länder- und kulturübergreifend bestimmen zu können.