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Promotionen von Prof. Dr. Günter Ratschinski

Laufende Promotionen

Dahn, Winfried
"Bildungs- und Berufsverläufe der schulischen Berufsvorbereitung an der Berufsbildenden Schule 6 der Region Hannover im Zeitraum von 1981 bis 2012. Eine historisch-empirische Untersuchung" (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Günter Ratschinski (Erstbetreuer), Prof. Dr. Gerhard Christe (Zweitbetreuer)

Der Verfasser ist seit über 30 Jahren als Berufsschullehrer an der Berufsbildenden Schule 6 (BBS 6) der Region Hannover in unterschiedlichen Funktionen tätig. Die BBS 6 nimmt mit den jährlichen Durchschschnittszahlen von ca. 300 Schülerinnen und Schülern in der Berufseinstiegsschule (BVJ und BEK) und ca. 800 Schülerinnen und Schülern im Bereich der Fahrzeugtechnik in beiden Schwerpunktbereichen eine herausragende Stellung in Niedersachsen ein. Winfried Dahn unterrichtete hier u.a. Schülerinnen und Schüler in der schulischen Berufsvorbereitung.
Aus dieser langen Erfahrung resultiert sein Interesse am Verbleib dieser Schülerinnen und Schüler, über den bislang generell nur wenig bekannt ist. Er untersucht in einem empirischen Forschungsprojekt am Beispiel des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) an der BBS 6 die Übergangsprozesse in und nach der schulischen Berufsvorbereitung in den vergangenen 30 Jahren und den Verbleib der ehemaligen Schülerinnen und Schüler.

Winfried Dahn lebt in Hannover und arbeitet an der Berufsbildenden Schule 6 der Region Hannover. E-mail: wdahn@bbs6-hannover.de.

 

Abgeschlossene Promotionen

Wilke, Maren-Kristina
Personale Kompetenzen als Entlastungsressource im Lehrerberuf, Leibniz Universität Hannover, Juni 2017

Betreuung durch Prof. Dr. Julia Gillen, Prof. Dr. Günter Ratschinski (Zweitgutachter)

 

Munderloh, Olaf
Paradigmen zur Konzeption der zweiten Phase der Lehrerausbildung an berufsbildenden (beruflichen) Schulen – Eine Analyse aus der Sicht der Referendare vor dem Hintergrund neuerer Entwicklungstendenzen im deutschen Bildungsföderalismus, Leibniz Universität Hannover, Mai 2017

Betreuung durch Prof. Dr. Julia Gillen, Prof. Dr. Günter Ratschinski (Zweitgutachter)

 

Bleck, Christian
Effektivität und Soziale Arbeit - Analysemöglichkeiten und -grenzen in der beruflichen Integrationsförderung.
Betreuung durch Prof. Dr. Arnulf Bojanowski (Erstgutachter) Prof. Dr. Günter Ratschinski (Zweitgutachter)

Wie effektiv ist Soziale Arbeit? Diese Frage wird immer häufiger gestellt und mit ihr steigt der Rechtfertigungsdruck auf die Fachkräfte und Einrichtungen Sozialer Arbeit. Doch mit welchen Ansätzen und Kriterien kann Effektivität in der Sozialen Arbeit bewertet werden? Christian Bleck betrachtet die Problemstellung aus sozialarbeitswissenschaftlicher und dabei insbesondere evaluationsforscherischer Sicht. Am Beispiel des sozialpädagogisch bedeutsamen Handlungsfeldes der beruflichen Integrationsförderung beleuchtet er konkrete Wege und Methoden und liefert damit eine Anregung zur sozialarbeitswissenschaftlichen Antwort auf die „Effektivitätsfrage“.

 

Ahrens, Frank
"...wir lernen da zwar, aber nicht so schülerisch, sondern mehr so Spaß." - Zur Bedeutung, Sichtbarmachung und Anerkennung informell erworbener Kompetenzen am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt für benachteiligte Jugendliche.
Betreuung durch Prof. Dr. Arnulf Bojanowski (Erstgutachter) Prof. Dr. Günter Ratschinski (Zweitgutachter)

Informelle Lernprozesse benachteiligter Jugendlicher in der Freizeitgestaltung oder in Praxislernsituationen sind weitgehend unberücksichtigt. Die formalen Lernorte sind aber nicht ausreichend in der Lage Benachteiligungen auszugleichen. Die qualitativ-explorative Untersuchung zeigt sehr deutlich, dass benachteiligte Jugendliche eine Fülle an bedeutsamen Erfahrungen in Übergangsprozessen von der Schule in die Berufsvorbereitung oder Arbeitswelt machen: Kontinuierliche pädagogische Begleitung, die tätige Praxis in der Berufsorientierung, im Freizeitbereich, in peer-groups oder auch in familiären Zusammenhängen sind die wesentlichen Erfahrungsräume. Wie aber können informell erworbene Kompetenzen benachteiligter Jugendlicher sichtbar und anerkannt werden und welche Handlungsmöglichkeiten stehen der beruflichen Förderpädagogik dafür zur Verfügung? Ausgehend von den Mustern der Anerkennung nach Honneth und des Identitätskonzepts von Marcia werden erste förderpädagogische Strukturierungen für die berufliche Praxis entwickelt. Bildungspolitische Handlungsempfehlungen runden das Buch ab.

 

Tunsch, Claudia
„Diskrepanzen“. Bildungschancen von Jugendlichen in „entmischten“ Stadtteilen am Beispiel Stöckens – Raumtheoretische Betrachtungen auf Bildungsdispositionen. Dissertationsschrift.
Betreuung durch Prof. Dr. Arnulf Bojanowski (Erstbetreuer) Prof. Dr. Günter Ratschinski (Zweitbetreuer)

In diesem Forschungsbeitrag wird davon ausgegangen, dass urbane Entwicklungen auf berufliche Übergangsprozesse von Jugendlichen wirken. Der Wohnort, so die Annahme, bildet ein zentrales Selektionskriterium für Zugangschancen in berufliche Ausbildung. Die Dissertation beinhaltet eine raumwissenschaftliche Diskussion um den Forschungsgegenstand sowie die Erschließung und Identifizierung sozialräumlicher Merkmale auf Übergangsprozesse. Die empirische Erhebung erfolgt im Rahmen der evaluatorischen Begleitung des Projekts „Ausbildungsoffensive Stöcken“. Die raumtheoretische Betrachtungsweise auf dieses kleinräumige Gebiet, den Stadtteil, soll einen Erkenntnisgewinn hinsichtlich der Gegensteuerung beruflicher Ausgrenzungsprozesse von Jugendlichen schaffen.

 

Struck, Philipp
Die Bedeutung von Selbstwirksamkeit und Ergebniserwartung für das Berufswahlverhalten Jugendlicher vor dem Übergang Schule-Beruf (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Günter Ratschinski (Erstgutachter) Prof. Dr. Bärbel Kracke (Zweitgutachter, Universität Jena)

Der Übergang Schule-Beruf stellt Jugendliche vor eine große Herausforderung. Sie müssen sich aktiv mit ihrer Berufswahl auseinandersetzen. Neuere  Modelle der sozial-kognitiven Laufbahntheorie (u.a. Lent et al., 1994, 2002) besagen einen entscheidenden Einfluss der Wirksamkeitserwartungen (Selbstwirksamkeit und Ergebniserwartung) auf das Handeln (und die Leistung) bei der Berufswahlentscheidung. Selbstwirksamkeit und Ergebniserwartung wirken der Theorie zufolge auf das Verhalten in verschiedenen Lebenssituationen, wie der Berufswahlentscheidung, ein. Die Dissertation greift diese Überlegungen auf und überprüft anhand zweier Längsschnittbefragungen den Einfluss von Wirksamkeitserwartungen auf die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der Berufswahl sowie auf das berufsbezogene Wissen und die Entschiedenheit zur Berufswahl zu einem späteren Zeitpunkt. Die erhobenen Datensätze ermöglichen weitere Erkenntnisse zu Einflussfaktoren, wie Geschlecht, Migration und Schulform (Berufsvorbereitung gegenüber dem allgemeinbildenden Schulwesen).

 

Meshoul, Ali
Methodologisch-konzeptionelle Fragen einer gezielten Förderung der Selbstregulation Jugendlicher im Produktionsschulalltag – Anregungen für die berufliche Benachteiligtenförderung
Betreuung durch Prof. Dr. Günter Ratschinski (Erstgutachter), Prof. Dr. Udo Hagedorn (Zweitgutachter)

 

Zentrales didaktisches Prinzip „produktionsorientierter“ Förderansätze ist die tätige Auseinandersetzung des Jugendlichen in möglichst realen Arbeits- und Produktionsprozessen. In diesen Prozessen wird formelles und vor allem informelles Lernen in verschiedenen Kompetenzbereichen einer Person angeregt. Zudem erfährt sich die Person in der Gemeinschaft der Produktionsschule idealer Weise als wirksam handelndes, kohärentes Individuum. Mehrere Studien belegen inzwischen, dass Kompetenzentwicklung in informellen Lernprozessen im Alltagsleben und in der Arbeitswelt stattfindet. Strittig ist die Frage, inwieweit informelles Lernen methodisch-didaktisch befördert werden kann.

Auch für den Ansatz der Produktionsschule ist die Frage nur unzureichend beantwortet, unter welchen Bedingungen und mit welchen Effekten die Entwicklung Jugendlicher gezielt gefördert werden kann. Vor dem Hintergrund empirischer Forschungsergebnisse über den Zusammenhang von sozialer Exklusion und psychischer Gesundheit kann von einem verstärkten Auftreten dysfunktionaler Muster der Selbstregulation beruflich/sozial benachteiligter Jugendlicher auszugehen (Helm 2011, Hölling 2009, Mielck 2005). Nicht selten entstehen Unsicherheiten seitens der Werkstattpädagogen, wie auf das Verhalten der unterschiedlichen Teilnehmerpersönlichkeiten einzugehen ist. Bei der theoretischen Identifizierung und Beschreibung des Problems abweichender oder origineller Verhaltensweisen Jugendlicher in den beforschten Einrichtungen der Produktionsschule richtet sich ein wesentlicher Fokus auf den Aspekt selbstregulatorischer Fähigkeiten: Die selbstverantwortliche Steuerung des eigenen Handelns und Verhaltens als Ergebnis und Ausgangspunkt einer funktionierenden Dynamik der emotional-kognitiven Regulation des Selbst, wird als eine basale Fähigkeit zur Realisierung alterstypischer Entwicklungsaufgaben Jugendlicher gesehen. Die Forschungsarbeit stützt sich hauptsachlich auf theoretische Konzepte der Emotionspsychologie und der Handlungspsychologie bzw. darauf basierenden methodisch-konzeptionellen Überlegungen der Pädagogik und Psychotherapie.

 

Förster, Martin
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an Produktionsschulen (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Günter Ratschinski (Erstgutachter) Prof. Dr. Udo Hagedorn (Zweitgutachter)

Die Zahl der Produktionsschulen bzw. produktionsschulorientierten Einrichtungen in Deutschland nimmt beständig zu. Diese Entwicklung geht einher mit steigender Nachfrage seitens der Werkstattpädagogen und Mitarbeiter in Produktionsschulen nach Standards über die zu erfüllenden Qualitätsansprüche in und von Produktionsschulen. Der Bundesverband Produktionsschulen e.V. stellt sich dieser Forderung mit einem eigens entwickelten Qualitätstestierungsverfahren, dem Qualitätssiegel Produktionsschule. An dieser Entwicklung setzt das Forschungsvorhaben mit der kritischen Auseinandersetzung der ursprünglich aus der Industrie stammenden Qualitätsdiskussion und der Übertragung in die Benachteiligtenförderung, insbesondere der Produktionsschulen, an. Anhand der Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung der Einführung des Qualitätssiegels Produktionsschule erfolgt unter Bezugnahme tätigkeitstheoretischer Überlegung die Diskussion der intendierten Wirkung des Siegels mit den empirischen Ergebnissen unter dem Fokus der Qualitätssicherung und der (Weiter-)Entwicklung von Produktionsschulen.

 

Ekert, Stefan
"Einstiegsqualifizierung und Ausbildungsbausteine - vergleichende Analyse zweier Konzepte und ihrer Eignung für die Berufsvorbereitung und berufliche Bildung benachteiligter Jugendlicher" (Arbeitstitel)
Betreuung durch Prof. Dr. Arnulf Bojanowski (Erstgutacher) Prof. Dr. Günter Ratschinski (Zweitgutachter)