ForschungForschungsprojekte
Strukturierungsprozesse und Angebotsstrukturen der Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen (SKUBIL)

Strukturierungsprozesse und Angebotsstrukturen der Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen (SKUBIL)

Leitung:  Prof. Dr. S. Robak
Team:  Jessica Preuß, Birgit Schneider
Projektstart:  2019
Datum Projektende:  30-11-22
Förderung:  BMBF
Laufzeit:  12/2019 – 11/2022

Ziel des Vorhabens ist es, die spezifische Ausformung Kultureller Bildung (KuBi) in ländlichen Räumen anhand von vier sehr peripheren Regionen in Niedersachsen (NDS) (Ostfriesland, Weser-Elbe-Dreieck, Wendland, Harz) bezogen auf Institutionalformen sowie auf akteursbezogene Prozesse der Planung von kulturellen Bildungsgelegenheiten aufzuzeigen. Untersucht wird, wie sich die ländliche Kulturelle Bildung im Zusammenwirken von regionaler Spezifik, netzwerkförmigen/kooperationsbasierten Akteurskonstellationen sowie raum-, kultur- und bildungsspezifischen (Wissens-)Ressourcen konstituiert. Feldforschungen mit mehrtägigen Forschungsaufenthalten in den jeweils zu untersuchenden sehr peripheren Regionen stehen hierbei im Fokus. Als Basis der Untersuchung dient eine komparative Analyse der Strukturen und Entwicklungen Kultureller Bildung der ausgewählten Regionen, welche über ihre Heterogenität die Vielfalt ländlicher Räume abbilden, aber auch verallgemeinerbare Analysen ermöglichen.

Zur Identifikation der strukturellen Regionalspezifika erfolgen eine Akteurs- und Netzwerkanalyse (inklusive Typenbildung), um Akteursstrukturen der Kulturellen Bildung offenzulegen. Auf Basis der Akteurstypen erfolgt eine Angebotsanalyse, aus der die in den Angeboten sedimentierte kulturelle Bildungspraxis ländlicher Räume ersichtlich wird. Somit wird die Breite an Bildungsmöglichkeiten analysier- und systematisch verortbar. Im Anschluss erfolgt über Interviews mit den pädagogisch-kulturell Tätigen die Analyse des Planungshandelns für die jeweiligen Akteurstypen. Im letzten Schritt werden die Perspektiven des Institutionengefüges, der Angebotsstrukturen und des Planungshandelns mit einander verschränkt und aufgedeckt wie Passungsverhältnisse zwischen dem regionalspezifischem Kontext, den Bildungsbedarfen/- bedürfnissen und Interessen über die Transformation in institutionelle Strukturen und Angeboten hergestellt werden.