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Erziehungs- und Beziehungserfahrungen jugendlicher und heranwachsender Inhaftierter.

Koesling, Almut
Betreuung durch Prof. Dr. Arnulf Bojanowski (Erstgutachter)

Beschreibung:

Almut Koesling befasst sich in dieser Längsschnittuntersuchung mit biographischen Erziehungserfahrungen heranwachsender junger Männer vor und während ihrer Inhaftierung im Jugendstrafvollzug. Die Basis der Untersuchung bilden leitfadengestützte Interviews mit Gefangenen aus dem behandlungsorientierten Wohngruppenvollzug. Die Interviews wurden im qualitativen Projektteil der Studie „Gefängnis und die Folgen“ erhoben. Diese Studie wird seit 1998 am Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) durchgeführt, und der qualitative Teil steht unter der Leitung von PD Dr. Mechthild Bereswill.   Grundannahme der Untersuchung über die Erziehungserfahrungen ist, dass die erzieherische Wirkung einer Freiheitsstrafe unmittelbar mit biographischen Erziehungs- und Bindungserfahrungen zusammenhängt. Dabei werden Auswirkungen des Jugendstrafvollzugs auf die weitere Entwicklung seiner Insassen sowie problematische und tragfähige Aspekte der Erziehung im Vollzug betrachtet. Im Mittelpunkt steht die subjektive Sicht auf das Gefängnis als eine juristische und erzieherische Maßnahme und der Zusammenhang zwischen Hafterleben und vorherigen Erfahrungen mit Erziehung und Strafe. Die Auswertung von insgesamt 13 Längsschnittfällen orientiert sich methodisch vor allem an den hermeneutischen Verfahren der Grounded Theory und der sequentiellen Analyse der Objektiven Hermeneutik.

 Informationen zur Studie „Gefängnis und die Folgen“ unter: www.kfn.de

Die Dissertation ist unter folgendem Titel als Buch erschienen:
Erziehungs- und Beziehungserfahrungen jugendlicher und heranwachsender Inhaftierter, Lit-Verlag, Münster 2010

 

 

Dr. phil. Almut Koesling, M.A. Pädagogik, Yogalehrerin und Systemische Therapeutin (SG), lebt und arbeitet in Hannover und leitet den Arbeitsbereich Häusliche Gewalt in der Beratungsstelle Männerbüro Hannover e.V.
Sie war von 1998 bis 2002 im qualitativen Projektteil der Studie „Gefängnis und die Folgen“ beschäftigt und begann im Anschluss daran ihr Dissertationsprojekt als Promotionsstipendiatin des Kriminologische Forschungsinstituts Niedersachsen e.V. Später arbeitete sie als wissenschaftliche MItarbeiterin des KFN in der Studie "Labile Übergänge - Die Integration hafterfahrener junger Männer in Ausbildung und Arbeit", die wie der qualitative Teil von "Gefängnis und die Folgen" von Mechthild Bereswill (jetzt Uni Kassel) geleitet wurde.

http://maennerbuero-hannover.de/wir_ueber_uns/index_ger.html