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Vortrag am 17.07.17 um 17 Uhr: Erinnerungskultur im Bundestag aus Chinesischer Sicht

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir möchten Sie herzlich zu unserem nächsten Vortrag einladen:

Prof. Dr. MENG Hong (Renmin University of China):

Erinnerungskultur im Bundestag aus Chinesischer Sicht

 

Montag, den 17. Juli 2017, 17.00 Uhr
Ort: Leibniz Universität Hannover

Schloßwender Straße 1, Raum 225

30159 Hannover

Der Eintritt ist frei.

 

Veranstalter:

Leibniz-Konfuzius-Institut Hannover

Arbeitsstelle DiversitAS am IfBE

 

In Kooperation mit

Forschungszentrum „Inclusive Citizenship“

Forschungsverbund CHER

 

Abstract:

Die nationale Identität wird bedingt durch das kollektive Gedächtnis und beeinflusst unmittelbar den außenpolitischen Fokus eines Landes und dessen Beziehungen zu anderen Ländern. Seit der deutschen Wiedervereinigung, insbesondere mit Umzug des Regierungssitzes von Bonn nach Berlin fungiert der Deutsche Bundestag mit altem Reichsgebäude sowohl als kritischer Reflektor dunkler Vergangenheit im Dritten Reich, als auch als der wichtigste Träger und Förderer der modernen Demokratie in der Bundesrepublik. Der Vortrag konzentriert sich auf drei Kernfragen, nämlich welche Rolle und Stellung hat der Deutsche Bundestag im Prozess der Demokratisierung und Vergangenheitsbewältigung in Deutschland übernommen? Wie wirkt der Bundestag durch die regelmäßigen Gedenktagsfeiern und die funktionale Verknüpfung der politischen Entscheidungen der Bundesregierung innenpolitisch und außenpolitisch auf die Bewahrung des Friedens und den Schutz der Menschenrechte? Welche Maßnahmen hat der Bundestag inzwischen ergriffen, um mittels kulturellen Gedächtnisses die dunkle Vergangenheit immer vor Augen zu führen, und um Wiederholungen vorzubeugen, trotz der zunehmenden zeitlichen Entfernung zum Zweiten Weltkrieg und Holocaust? In den vergangenen Jahren gewinnt Deutschland ein zunehmend positives Bild in China. In diesem Vortrag wird versucht, aus einem anderen Fokus her diese Erscheinung zu erläutern.

 

Frau Professor MENG Hong von der Renmin-Universität China leitet das Schlüsselforschungsprojekt „Der Deutsche Bundestag und die Konstruktion der Erinnerungskultur in Deutschland (1990-2015)“ in Peking, was von der Chinesischen Forschungsstiftung für Sozialwissenschaften gefördert ist. Sie war eine zeitlang als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Bundestag tätig, nachdem sie zuvor ihr Magisterstudium und Dissertation an der Technischen Universität Berlin mit Erfolg abgeschlossen hat und zugleich mehrere Jahre an der Technischen Universität Berlin, der Freien Universität zu Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin als Dozentin bzw. Wissenschaftliche Mitarbeiterin gewirkt hat. Zu ihren gegenwärtigen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Deutsch-Chinesische Beziehungen, die kulturelle und gesellschaftliche Transformation in Deutschland und die europäische Integration. Sie ist Vorstandsmitglied der Chinesischen Forschungsgesellschaft für Deutschlandstudien und der Chinesischen Forschungsgesellschaft für Deutsche Geschichte sowie Gastprofessorin an mehreren Deutschlandforschungszentren sowie sino-europäischen Forschungszentren an chinesischen Universitäten.